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Mon 25.02.2008 03:47
Einen Vorteil hatte das Leben an der Uni. Diesen Vorteil vermisse ich in den 10 Jahren wirklich schmerzhaft (ok, es waren mehrere Vorteile, aber über den Einen will ich jetzt schreiben). An einer Universität geschehen bestimmte gesellschaftliche Veränderungen immer einige Jahre im Vorlauf. Wenn man also von nichtstudierenden Bekannten oder über die Massenmedien über einen absolut neuen, vielversprechenden und bisher nicht dagewesenen Trend in Kenntnis gesetzt wird, dann hat man - als Student - nicht nur bereits mehrjährige Erfahrung mit dieser Sache, sondern weiß auch, wie dieses Angelegenheit in paar Jährchen enden wird.

Das Kommunikationszeitalter brach etwa Anno 1995 über uns herein. Es war zwar schon Jahrzehnte über dieses Phänomen fabuliert und in unzähligen unzähligen SciFi-Filmen und -Geschichten - angefangen beim Klassiker 1984 von George Orwell - darüber spekuliert worden, aber letztendlich kam es doch ganz anders als vorhergesagt. Die Vorboten der neuen Zeit waren das Handy und der Internet-Browser (letzterer damals in Form des Netscape Navigator). Diese beiden technischen Errungenschaften - und deren Folgeprodukte - ermöglichten die komplette und ständige technische Anbindung des Menschen an die Informationskanäle dieser Welt. Zumindest theoretisch! Bis sich diese Neuerungen in den Alltag verbreiteten, gingen noch die Jahre in Land.

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Mit 06.02.2008 00:05
... oder der virtuelle Lebenslauf


Ja, das wird schon wieder ein Artikel über Google! Nein, diesmal erzähle ich eine richtige Geschichte - also kein Sinnlos-Artikel!

Die konkrete Episode verlief etwa so: Eine gute Bekannte von mir war auf der Suche nach einem neuen Trainingspartner für eine dieser trendigen Sportarten wie Squash, Tennis oder Synchronschwimmen, die man halt schlecht alleine üben kann. Glücklich, endlich ein geeignetes Gegenüber gefunden zu haben, unterhielten sich die beiden über ihre weiteren Interessen. Daraufhin meinte jener Mann zu meiner Bekannten "Du tanzt auch Tango?" Sie war recht überrascht, woher er diese doch recht persönliche Info erfahren hat. Seine Erklärung war simpel und ist nach meiner Einleitung unschwer zu erraten "Ich habe bei Google deinen Namen eingegeben."

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Son 03.02.2008 22:34

Bild:Alf der Außerirdische
Zu meiner Jungedzeit war Fernsehen das wichtigste Schulhofthema - genauer gesagt das Westfernsehen, aber das West- ist hier ohne weiteren Belang. Mit Westfernsehen meine ich die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ARD und ZDF. Als die privaten Sender an den Start gingen, war meine Schulzeit gerade beendet und und wenig später endete auch der Kontext des Begriffs "Westfernsehen". Denn im vereinigten Deutschland muß man keine Repressalien fürchten, wenn man einen bestimmten Sender sieht, zumindest keine von staatlicher Seite. Die Repressialen, die man durch das - was dort auf der Mattscheibe läuft - ertragen muß, bleiben natürlich bestehen und werden immer schlimmer.


Bild:Colt Seavers
Noch recht gut kann ich mich an eine Sendung erinnern - ich glaube es war eine "aktuelle Schaubude" -, in der ein Familie besonders ausgefallener Menschen gezeigt wurde. Es waren Menschen, die keinen Fernseher zu Hause hatten. Socherlei Menschenschlag war mir damals fremder als zum Beispiel E.T. oder Alf der Außerirdische. Ein Leben ohne Fernseher konnte ich mir als Jugendlicher einfach nicht vorstellen. Jeden Morgen, wenn wir Schüler uns vor dem Unterreicht auf dem Schulhof versammelt haben, wurde zuallererst und hauptsächlich über das Fernsehprogramm des vergangenen Abends gesprochen. Insbesondere die endlosen amerikanischen Serien des Vorabendprogramms, mit Helden wie Colt Seavers, Captain Future &Co, wurde ausgiebig durchgesprochen. Heute kann ich mir zwar nicht mehr vorstellen, was an diesem Programm überhaupt diskussionswürdig war, aber vermutlich schuf das Programm das Gemeinschaftsgefühl einer Quasi-gemeinsamen-Erfahrung. Man mußte die Serien gesehen haben, um mitreden zu können - um dazuzugehören.

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